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Rechte Flugreisende

Die häufigsten Probleme bei Flugreisen entstehen, wenn der Reisende nicht wie geplant flie­gen kann oder wenn das aufgegebene Gepäck bei der Ankunft am Flughafen be­schä­digt oder verspätet ankommt.

Verspätete, annullierte und überbuchte Flüge

Die wichtigsten Regelungen zu Verspätungen, Annullierungen und Überbuchungen enthält die am 17. Februar 2005 in Kraft getretene Verordnung (EG) Nr. 261/2004. Diese ist je­doch nur anwendbar, wenn der Flug in einem EU-Mitgliedstaat angetreten wird oder im Falle eines Antritts außerhalb der EU die Fluggesellschaft ihren Sitz in der EU hat und das Flugziel in einem Mitgliedstaat liegt.

Im Einzelnen können nach der Verordnung (EG) 261/2004 Ansprüche bestehen bei:

Kurz zusammengefasst gelten dazu die folgenden Regeln:

Verspätung


Auf Langstrecken über 3.500 km kann sich die Höhe der Ausgleichszahlung halbieren, wenn das Ziel zwischen drei und vier Stunden verspätet erreicht wird.

Annullierung

verspätet erreicht wird.

Nichtbeförderung z.B. wegen Überbuchung

Verspätetes oder verlorenes Gepäck

Nach dem Montrealer Übereinkommen müssen Flugunternehmen grundsätzlich den Schaden ersetzen, der durch Zerstörung, Verlust, Beschädigung oder durch Verspätung von Reisegepäck entsteht. Sie haften für aufgegebenes Gepäck verschuldensunabhängig bis zu einer Haftungshöchstgrenze von rund 1.400 EUR (Stand: 8/2015).

Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität

Bei rechtzeitiger Anmeldung, d.h. mindestens 48 Stunden vor Abflug bei der Fluggesellschaft oder beim Reiseveranstalter, erhalten Fluggäste mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität u.a.

Verjährung

Die Verjährungsregelungen für die Fluggastrechte sind nicht einheitlich geregelt:

Für die Bestimmung der Verjährung im Einzelfall empfehlen wir eine Rechtsberatung z.B. durch eine Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt.